31. Mai 2017

Wie Führung gelingt – von gedruckten zu gelebten Werten

Gute Führung

Die nachfolgenden Gedanken stammen von meinem Würzburger Coach, Freund und Lehrer Dr. Friedrich Assländer (www.asslaender.de). Was ist für Dich gute Führung?

Gute Führung ist im Kern sehr einfach, wenn wir zwei Aspekte nebeneinander beachten: 
• Das Unternehmen/ die Organisation, d.h. es müssen die Sach-Aufgaben gut erledigt werden. 
• Die Menschen, die diese Aufgaben erledigen. Sie möchten gesehen und entwickelt werden.

Gute Führung nimmt zuerst die Menschen in ihrer Individualität in den Blick. Diese werden engagiert arbeiten, wenn es ihnen, in einem ganzheitlichen Sinn, gut geht. 

Die zentrale Frage ist, wann folgen Menschen gerne einem Führer. Wenn Herr Ackermann (ehem. Deutsche Bank) verkündet, er strebe 25% Rendite an, dann bezweifle ich, dass seine Mitarbeiter “Hurra“ schreien und sich ins Zeug legen. Wenn Werner Götz, Gründer der Drogeriekette dm, sagt, „es geht immer um den Menschen“, dann werden wir zumindest neugierig, wie das konkret aussieht. [...] Der Kern ist immer gleich, Menschen haben verschiedene Bedürfnisse und wenn Unternehmen diese befriedigen, dann machen die Menschen mit.

Jedoch die schönste Ethik auf Hochglanzpapier, als Leitbild oder als Grundsätze deklariert, ist wertlos, wenn sich das nicht konkret im Alltag und zwar im Führungsverhalten zeigt. Napoleon sagte einmal, „es gibt keine schlechten Armeen, es gibt nur schlechte Offiziere“. Das lässt sich eins zu eins auf Firmen und Organisationen übertragen. Die Offiziersausbildung hat in allen Armeen der Welt einen hohen Stellenwert. Wie werden bei Ihnen Führungskräfte auf ihre Aufgabe vorbereitet und laufend geschult? Jeder Elektriker muss drei Jahre lernen, bevor er eine Steckdose setzen darf. Wie werden Chefs ausgebildet, bevor sie führen dürfen? Wie viel Leid entsteht täglich durch unqualifizierte Führung?

Wo und wie lernt man gutes Führen? Entscheidend ist zuerst die innere Haltung. Welche Werte habe ich? Was sind meine Prinzipien? Daraus ergibt sich unmittelbar die Aufgabe zuerst sich selbst zu führen, mit Grundsätzen, mit Disziplin. Um Werte zu leben, brauchen wir auch eine gute Ordnung und Struktur in den Arbeitsabläufen.

Gelebte Werte zeigen sich in den „Kleinigkeiten“ im Alltag: Höflichkeit, Respekt, Aufmerksamkeit, … Eine große Hilfe ist dabei, dass ich mir als Führer sagen lasse, was andere stört. Wir können unser Gesicht nur im Spiegel sehen, genauso können wir unser Verhalten erst erkennen, wenn es uns die anderen spiegeln, wenn wir denn bereit sind, uns diesen Spiegel auch vorhalten zu lassen. Gute Führung ist ein Weg und kein Zustand. Es ist die stetige Arbeit an mir selbst, an meinen untauglichen Gewohnheiten, an meiner Bequemlichkeit, an meiner Achtlosigkeit. Wir sollten uns auch Hilfe holen bei einem guten Coach, und unser Wissen und Können in Schulungen weiter entwickeln.

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