Presse

Radio Rur Interview mit Hartwig Marx zum Thema Legionellen

Düren | Der Legionellenausbruch von Jülich ist jetzt ein Jahr her. Ein Unternehmen aus Düren hat bei der Bekämpfung der Keime entschieden mitgewirkt: Die Marx Gruppe.

Die Fragzeichen waren groß, als vor einem Jahr der erste Fall von Lungenentzündungen in Jülich bekannt wurde. Damals am 13. August 2014 hat noch keiner geahnt, dass daraus, die drittgrößte Legionellen-Ausbruch in Deutschland wird. Die Ursache konnte bis heute nicht gefunden werden. Aber ein Unternehmen aus Düren hat damals bei der Legionellen-Bekämpfung wichtige Hilfe geleistet.

Hartwig Marx nimmt kein Blatt vor den Mund. Das sagt er selbst über sich. Und wahrscheinlich sein Unternehmen - die Marx Gruppe - auch deshalb ein stiller Akteur im Hintergrund. Mit 250 Mitarbeitern gehört Marx aber schon zu den Großen in Düren. Angefangen hat alles mit Automationstechnik also Maschinensteuerung. Seit Mitte der 90er sind weitere Sparten dazu gekommen.

Jüngstes Beispiel die Wassertechnik. Sie gehört seit vier Jahren zur Marx Gruppe. Hier entwickelte Marx und sein Team ein Desinfektionsmittel auf Basis von Wasser, Salz und Strom. Die Technik kommt aus Russland. Hartwig Marx hat sie industriefähig gemacht.

Das Besondere: Im Wasser eingesetzt tötet das Mittel die Keime. So auch Legionellen. Und: es ist ungefährlich für den Menschen. Es kann also auch im Trinkwasser eingesetzt werden.
Bis August 2014 waren die Unternehmen aus dem Kreis Düren kaum interessiert an Marx' Mittel. Erst der Legionellenausbruch änderte das. Denn Legionellen waren offenbar bei mehreren Unternehmen ein Problem.

Inzwischen beliefert Marx Krankenhäuser, einen Premium-Autohersteller und Unternehmen, die mit Kühlwasser arbeiten. "Legionellen treten hier also nicht mehr auf", sagt Geschäftsführer Hartwig Marx.

Das Interview (MP3-Datei) und der Text auf Radio Rur.